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Saison 2019/20

Mannschaften

Der SV Wesel startet wie im vergangenen Jahr mit drei Teams in die Saison.

Die NSV-Ausschreibung wurde am 27.8. veröffentlicht.

 

Anmerkung zur neuen Bedenkzeitregelung auf Verbandsebene:

Die Einführung des Fischermodus war seit vielen Jahren überfällig. Schön das es endlich geklappt hat!

Damit ist nun der häufigste Grund für Protestfälle, "Fehler beim Mitschreiben in Zeitnot", endlich vom Tisch, und es kann auch niemand mehr in toten Remisstellungen über die Zeit gehoben werden.

Es gilt die auch in der Bundesliga übliche Zeitvorgabe, für die es auf den gängigen Schachuhren leider keine Standardeinstellung gibt:

Die Einstellung der Uhren ist etwas knifflig. Hier sind Anleitungen für die gängigsten Modelle:

(td, 11.09.2019)

Zum aktuellen Bericht aus der Regionalliga Bezirksliga Viererpokal

Regionalliga Niederrhein, Gruppe 2

15.03.20 10:00 Uhr (Runde 7): SV Wesel - Ratinger SK II

Am 15. März geht es weiter mit einem Heimspiel gegen Ratingen.

09.02.20 10:00 Uhr (Runde 6): Elberfelder SG II - SV Wesel 4:4

Das Auswärtsspiel beim Tabellenletzten in Elberfeld wollten wir eigentlich gewinnen. Dann gab es im Vorfeld des Kampfes mehrere Absagen und wir mussten mit einer stark ersatzgeschwächten Mannschaft antreten. Papiermäßig waren wir sogar Außenseiter.

Aber gerade die Ersatzspieler schlugen sich gut. Alex brachte uns bereits nach 1 1/2 Stunden in Führung, Oskar und ich konnten kurz darauf später remisieren. Zu diesem Zeitpunkt hatte Dieter mit einem Turmopfer auf e6 einen Bauern gewonnen und Uli nach einem taktischen Geplänkel zwei Bauern verloren. An den übrigen Brettern stand es halbwegs ausgeglichen.

Im weiteren Verlauf nutzte Ulis Gegner seinen Vorteil gekonnt aus und glich zum 2:2 aus. Dieter hatte derweil seine Königsflügelbauern geopfert, um seinen a-Bauern durchzubringen. Der Plan gelang und kurz vor der ersten Zeitkontrolle gingen wir mit 3:2 in Führung.

In den drei noch laufenden Partien stand Christian mit 2 Bauern für eine Figur auf Verlust, Manuel mit einer Qualität mehr recht aussichtsreich und Ingo in einem Damenendspiel wahrscheinlich auf remis. Bei Christian war die Lage bald aussichtlos und wir mussten erneut den Ausgleich hinnehmen. Manuel sorgte mit einem schönen Sieg nach langem und komplizierten Kampf für Hoffnung. Alles hing an Ingo, der sein ausgeglichenes Damenendspiel nur noch zum Remis führen musste.

Diese Aufgabe erwies sich als gar nicht so einfach. Der Gegner manövrierte geduldig, Ingo spielte etwas zu passiv und ließ sich nach und nach zurückdrängen. Irgendwann war es dann passiert. Der gegnerische König drang in Ingos Stellung ein, eroberte den a-Bauern und wenige Züge später war die Partie verloren.

Das 4:4 ist zwar nicht optimal, aber noch haben wir alle Chancen auf Platz 5, der sicher für den Klassenerhalt reicht. Ohne unsere starken Ersatzspieler hätten wir heute ganz alt ausgesehen. Manuel und Alex hatten mit ihren Siegen einen wesentlichen Anteil am Unentschieden.

19.01.20 10:00 Uhr (Runde 5): SV Wesel - SF Düsseldorf-Süd 3,5:4,5

Die Erste lieferte dem Tabellenführer aus Düsseldorf einen großen Kampf und musste sich nur knapp geschlagen geben.

Wir starteten sehr konzentriert und konnten in den ersten beiden Stunden den Kampf offen gestalten. Uli und Christoph konnten früh mit Schwarz ausgleichen und remisierten ebenso sicher wie Oskar. Zu diesem Zeitpunkt wurden die Partien an Brett 1 und 3 sehr scharf. Dieter hatte dabei einen Königsangriff auszuhalten. Sein Gegner verfügte über einen guten Springer gegen einen schlechten königsindischen Läufer. Jan sah sich unangenehmen Opferdrohungen auf e6 gegenüber, sein Gegner verkehrte jedoch in erheblicher Zeitnot. Ich stand derweil positionell klar besser, Niklas verteidigte ein schlechteres Endspiel und Ingo stand unter Druck, hatte jedoch Gegenspiel. Alles in allem sah es nicht gut aus für uns.

Jan wurde bald auskombiniert, aber Niklas hatte Glück. Sein Gegner wickelte fehlerhaft ab und auf einmal war es Niklas, der die Partie gewann. 2,5:2,5.

Dieter stand inzwischen auf Verlust, Ingo unklar und ich hatte ein Endspiel mit gutem gegen schlechten Läufer. Es wurde spannend.

Dieters Gegner fand einen eleganten Gewinn. Er opferte einen Turm und behielt zwei Freibauern übrig, von denen einer zur Dame ging. Ingo hatte inzwischen eine Qualität abgegeben, dafür aber eine gewisse Kompensation in Form eines gefährlichen Freibauern. Sein Gegner hatte jedenfalls nicht den Mut, die Stellung auf Gewinn zu spielen und nahm ein Remisangebot an.

Es lag also an mir, aber ich schaffte es leider nicht. Die Computeranalyse zeigt, dass mein Gegner im 47. Zug fehlgriff und mir eine Gewinnchance gab. Ich rechnete aber nicht gut genug und verpasste die richtige Fortsetzung. Danach baute mein Gegner eine Festung auf, die nicht mehr zu knacken war. Ich versuchte es bis zum Schluss, aber schließlich musste ich ins Remis einwilligen und wir hatten verloren.

Es war dennoch ein guter Kampf. Auf dieser Leistung können wir aufbauen.

(td)

08.12.19 10:00 Uhr (Runde 4): SF Moers - SV Wesel 2,5:5,5

Beim Gastspiel in Moers konnten wir zum ersten Mal unseren Neuzugang Luuk de Ruijter einsetzen. Eine echte Verstärkung!

Luuk und Christoph standen bald recht gut und an den übrigen Brettern war es ein offener Schlagabtausch. Ich bekam anfangs nicht viel von den anderen Partien mit, da mein Gegner Stefan Kirchner die ersten Züge sehr schnell spielte und mir keine Zeit ließ, die anderen Bretter zu begutachten. Nach 20 Zügen hatte ich mehr als eine halbe Stunde Zeitrückstand, dafür aber mit Schwarz eine sehr aktive Stellung gegen seinen ruhigen 1.b3-Aufbau.

Nach 1 1/2 Stunden sah es vielversprechend aus. Dieter spielte gegen Boris Tummes eine strategisch gehaltvolle Partie mit verteilten Chancen. Jan stand gegen Jurij Vasiljev minimal besser, Oskar und Krzysztof hatten vollen Ausgleich, bei Niklas verstand ich die Stellung nicht und Christoph und Luuk waren sehr gut aus der Eröffnung gekommen.

Luuk sorgte schließlich für unseren ersten Sieg. Eine Stunde später erhöhte Christoph auf 2:0, und es lief weiterhin gut für uns.

Jan hatte nach einem erfolgreichen Schlagabtausch eine Qualität für einen Bauern gewonnen und wickelte in ein vielversprechendes Endspiel ab. Niklas hatte in einer verschachtelten Stellung gefährliche Drohungen gegen den gegnerischen König und Oskar gewann einen Bauern. Krzysztof hatte derweil eine Qualität eingebüßt, ich hatte einen sehr starken Angriff und bei Dieter konnte ich die Lage nicht einschätzen.

Oskar unterlief kurz vor der Zeitkontrolle eine kleine Ungenauigkeit. Er ließ daraufhin in nur noch minimal besserer Stellung angesichts des Spielstandes eine Zugwiederholung zu. Eine weise Entscheidung. Jan demonstrierte derweil gute Endspieltechnik. Er opferte zum Schluss seinen Turm für den gegnerischen Freibauern und sein letzter Randbauer konnte vom gegnerischen Springer nicht mehr an der Umwandlung gehindert werden. Sehr schöner Sieg. 3,5:0,5.

Niklas machte dann im Mattangriff den Deckel drauf. 4,5:0,5. Wir konnten entspannt weiterspielen. Dieter hatte währenddessen leider einen Bauern eingebüßt und keine Kompensation dafür erhalten. Sein Gegner verwertete den Vorteil sicher.

Beim Stand von 4,5:1,5 ging es in die fünfte Stunde. Die beiden laufenden Partien waren nur noch Formsache, zogen sich aber noch eine Weile hin. Ich hatte mit einer kleinen Kombination einen Bauern gewonnen und weiterhin starken Angriff, Krzysztof stand mit einer Qualität Rückstand glatt auf Verlust. Beide Partien nahmen ihr logisches Ende und wir konnten mit einem schönen Sieg nach Hause fahren.

(td)

17.11.19 13:00 Uhr (Runde 3): SV Wesel - Schachfüchse Kempen  3,5:4,5

Es gibt Tage, da bleibt man lieber im Bett. Gestern war so einer.

Gegen die Schachfüchse aus Kempen gingen wir als Favorit in den Wettkampf, aber bereits nach einer Stunde sah es furchtbar für uns aus. Christian hatte nach einem Eröffnungsfehler Glück, dass sein Gegner "nur" einen Bauern gewann, Niklas stand auf beiden Flügeln schlecht und Uli stand nach einem ungenauen Zug vor der Wahl, das gegnerische Remisangebot anzunehmen oder eine schlechte Stellung zu verteidigen. Da nahm er lieber das Remis.

Niklas hatte weniger Glück und stellte in schlechter Stellung auch noch eine Figur ein. 0,5:1,5. Christian war derweil in einem Endspiel mit zwei Minusbauern gelandet. Kompensation war an den übrigen Brettern zunächst nicht in Sicht. Vielleicht standen Christoph und Jan etwas besser, Oskar solide, Dieter minimal schlechter und Ingo ziemlich unklar.

Jan hatte schnell gespielt und sich einen deutlichen Zeitvorteil erarbeitet. Die Stellung drohte zu verflachen und er bekam prompt ein Remisangebot. Jan musste natürlich ablehnen, wickelte in ein Turmendspiel ab und stellte seinen Gegner mit einem überraschenden Zug vor Probleme. Dieser reagierte falsch und prompt stand Jan auf Gewinn. Bei Christian keimte inzwischen auch etwas Hoffnung auf und Dieter hatte in einem Springerendspiel den gefährlicheren Freibauern. Oskar demonstrierte gegen die Abtauschvariante des Damengambits einen soliden Weg zum Ausgleich, bei Christoph hatte ich den Eindruck, dass das gegnerische Läuferpaar sehr gefährlich war und die Stellung zu seinen Ungunsten gekippt war. Ingo hatte strukturelle Probleme mit einem schlechten Läufer gegen einen guten Springer.

Nach knapp vier Stunden fielen kurz hintereinander mehrere Entscheidungen. Jan gewann, Christian verlor, Dieter gewann und Oskar remisierte. Mit dem 3:3 waren wir gut bedient und vielleicht ging ja noch mehr.

Christoph hatte seine Stellung in den Griff gekriegt und sogar einen Bauern gewonnen. Er musste dennoch vorsichtig sein. Das gegnerische Läuferpaar in Verbindung mit einem weit vorgerückten Randbauern war sehr gefährlich. Ingo stand sehr passiv und geriet außerdem bald wieder in Zeitrückstand. Eine schlechte Kombination. Beide Partien waren sehr umkämpft und gingen fast über die volle Distanz, aber es war einfach nicht unser Tag. Ingo geriet immer stärker in Zeitnot und wurde schließlich ausgespielt. 3:4. Christoph musste derweil seinen Mehrbauern wieder zurückgeben und konnte danach nichts mehr ausrichten. Kurz bevor der letzte Bauer getauscht wurde bot er selbst das unvermeidliche Remis an, und wir hatten den Kampf verloren.

Ziemlich unnötig, aber durchaus verdient. Beim nächsten Mal müssen wir es wieder besser machen.

(td)

29.09.19 10:00 Uhr (Runde 2): SV Dinslaken II - SV Wesel 3:5

Sieg im Nachbarschaftsduell gegen Dinslaken II

Bevor der Wettkampf beginnen konnte, galt es zunächst ein Raumproblem zu lösen. Unglücklicherweise war dem Dinslakener Mannschaftsführer ein falscher Schlüssel ausgehändigt worden und es war kurzfristig kein passendes Exemplar aufzutreiben, so dass wir im Jugendzentrum des Dinslakener P-Dorfes nicht an das Spielmaterial herankamen. Wir einigten uns kurzentschlossen auf einen Ortswechsel und begannen eine halbe Stunde später in Wesel.

Dinslaken hatte in der ersten Runde ersatzgeschwächt hoch verloren und bot gegen uns nahezu die Bestbesetzung auf. Bei uns fehlten Jan, Christian und Niklas, so dass wir nicht als Favorit in den Wettkampf gingen. Wir erwischten jedoch einen Start nach Maß:

Uli gewann seine Partie durch eine Eröffnungsfalle bereits nach wenigen Zügen und als Ingo zwei Stunden später eine Verluststellung noch drehen konnte stand es 2:0 für uns.

Auch Oskar hatte seinen Gegner bereits in der Eröffnung vor große Probleme gestellt. Dieser reagierte auf eine ihm unbekannte Variante etwas zu offensiv und geriet bald in einen heftigen Angriff, den Oskar erfolgreich abschließen konnte. 3:0 für uns, da konnte ich ein Remisangebot in ausgeglichenem Turmendspiel guten Gewissens annehmen.

Dieter und Manuel standen zu diesem Zeitpunkt gut, während Christoph eine zumindest optisch eindrucksvolle Stellung aus der Hand gegeben hatte und genau wie Krzysztof in einem Endspiel mit Minusbauern ums Überleben kämpfte.

Für die Entscheidung sorgte schließlich Dieter, der seinen Raumvorteil am Königsflügel geschickt ausnutzte und seinem Gegner keine Chance ließ. Da war es nicht mehr schlimm, dass Christoph und Krzysztof sich geschlagen geben mussten und Manuel ein gewinnträchtiges Läuferendspiel zum Remis verdarb.

Unterm Strich ging der Sieg in Ordnung und wir können uns über einen gelungenen Saisonstart freuen.

(td)

08.09.19 10:00 Uhr (Runde 1): SV Wesel - PSV Duisburg 4:4

Zum Auftakt ein Unentschieden!

Zum Saisonstart hatten wir mit dem PSV Duisburg den Sieger der letztjährigen Verbandsliga-Gruppe 1 zu Gast. Also ein spielstarker Gegner, der uns alles abverlangen würde. Die Duisburger traten genau wie wir mit einer leicht ersatzgeschwächten Mannschaft an.

Zu Beginn gab es eine Verzögerung, da es sich als ziemlich schwierig herausstellte, die Uhren auf die neue Bedenkzeitregelung einzustellen. Mit vereinten Kräften bekamen wir es schließlich hin und der Wettkampf begann mit ein paar Minuten Verspätung.

Sportlich lief es zunächst recht gut für uns. Christian stand gegen einen etwas zu agressiven holländischen Aufbau frühzeitig strategisch vorteilhaft und Ingo gewann nach einem Scharmützel einen Bauern. Niklas verpasste ein chancenreiches Qualitätsopfer und stand danach mit einer gravierenden Schwäche auf dem Feld e6 vor großen Problemen. Die übrigen Partien waren zunächst ziemlich ausgeglichen.

Christian überspielte seinen Gegner nach allen Regeln der Kunst am Damenflügel und ließ gleichzeitig dessen Königsangriff nicht zur Entfaltung kommen. Eine sehr schöne Partie, die uns die Führung brachte. Dieter nahm kurz darauf ein Remisangebot in ausgeglichener Stellung an und die übrigen Partien gingen in die Zeitnotphase. Unsere Chancen auf den Sieg stiegen beträchtlich, als ich mich nach gut 4 Stunden in einer spannenden Kampfpartie mit heterogenen Rochaden im Schwerfigurenmittelspiel durchsetzen konnte. Ingo stand zu diesem Zeitpunkt auf Gewinn, Niklas auf Verlust und die anderen ungefähr ausgeglichen.

Danach geriet aber zusehends Sand ins Getriebe. Niklas wehrte sich vergeblich in einem Turmendspiel mit zwei Minusbauern und musste schließlich aufgeben. Bei Uli war nicht mehr viel los und das Remis war bald unterschriftsreif. 3:2 für uns.

Oskar hatte kurz vor der Zeitkontrolle in etwas besserer Stellung ein gegnerisches Remisangebot abgelehnt, machte dann aber einige schwächere Züge und geriet auf die Verliererstraße. Er spielte zwar noch weiter, kämpfte aber mit nur einem Bauern für eine Figur auf verlorenem Posten.

Es kam also auf die Partien von Christoph und Ingo an. Christoph hatte nach meinem Verständnis lange Zeit leichten Vorteil gehabt, nun aber stand ein ausgeglichenes Läuferendspiel auf dem Brett, in welchem keine Seite mehr etwas riskieren durfte, ohne selbst in Verlustgefahr zu geraten. Ingo hatte immer noch einen Bauern mehr, aber etwas unglücklich in ein Endspiel mit schlechtem Läufer gegen guten Springer abgewickelt. Die Stellung sah tückisch aus und ein klarer Gewinnplan war nicht in Sicht. So kam es, dass nach ungefähr 5 Stunden Spielzeit niemand mehr etwas riskieren wollte und beide Partien mit einem Remis endeten. Oskar musste seinem Gegner zum Sieg gratulieren und der Wettkampf endete 4:4. Irgendwie hatten wir das Gefühl, das mehr dringewesen war, aber unter dem Strich war das Unentschieden wohl leistungsgerecht.

(td)

Bezirksliga

01.03.20 10:00 Uhr (Runde 7): SV Wesel III - SF Moers II

Der nächste Spieltag findet am 1. März statt. Die Zweite hat spielfrei.

02.02.20 10:00 Uhr (Runde 6): SV Neukirchen-Vluyn - SV Wesel II 4,5:3,5; SV Turm Kamp-Lintfort III - SV Wesel III 2,5:5,5

Der Tag fing schon sehr unglücklich für die Zweite an. Wegen Kommunikationsproblemen stellte sich kurz vor Abfahrt heraus, dass Markus doch nicht zur Verfügung stand und wir mit 7 Mann im Regen anreisen mussten. Und das, wo Peter und Avdi gar nicht von ihrer Nichtaufstellung begeistert waren...

Immerhin konnten wir dadurch dem gegnerischen Bär an Brett 1 (2175) ausweichen. Und ich konnte das relativ schnell an Brett 4 wettmachen: mein 81jähriger Gegner kam mit meinem Holländisch nicht zurecht. Als er unweigerlich eine Figur verlieren würde, wickelte er so ab, dass es  gleich zwei wurden, 18 Züge, 1:1. Dagegen nützte Manuel das Brett 2 wenig, er ließ in Französisch ein Läufer-Opfer auf h7 zu, das zu 2 Minusbauern und weiter gedrückter Stellung führte und auch nach zähem Ringen nicht zu verteidigen war. Inzwischen gab‘s ein Totremis an Brett 3 mit ungleichfarbigen Läufern, da Alexander in besserer Stellung gegen Französisch zu früh die Damen tauschte. Einen schwarzen Tag, passend zum Wetter, hatte Schnellspieler Josef, er ließ ersatzlos den Turm a1 einstehen, obwohl er vorher eine totale Gewinnstellung hatte (erst +4,5, dann +8,5 –, dann =, dann einzügig -6). Man muss ja nicht immer spontan zurückschlagen, einfach mal hingucken und z.B. Schachs geben! Bei so viel Zeit, nicht zu fassen.

(Zum Trost: ich hab letztes Mal meine Gewinnstellung und den Sieg gegen Xanten auch durch einen Doppelbock vergurkt, allerdings bei knapper Zeit.)

Obwohl es nun 3,5:1,5 gegen uns stand, hatte ich durchaus noch leise Sieges-Hoffnung, da die andern 3 sehr gut aus der Eröffnung herausgekommen waren.

Bei Michael wurde es dann sehr taktisch. Im Mittelspiel hätte er m. E. Material gewinnen können (mit f6! nach Db5 oder später nach 26.La3?? einfach Lxa3!-+, denn Lf8 deckt das vermeintliche Grundreihenmatt). Als ihm dann selber Materialverlust drohte, baute er aber eine schöne Mattfalle auf, die auch zuschnappte! - Und Philipp hatte im Endspiel die gegnerische Grundreihe besetzt, wo sich Weiß daher kaum noch rühren konnte. Das entstehende Turmendspiel führte er dann sicher zum Sieg, obwohl beide Seiten noch eine Dame erhielten.

Das Drama mit wogendem Hin und Her spielte sich bei Matthias an Brett 5 ab. Er fand zunächst keinen Weg, die äußerst passive schwarze Stellung zu knacken. Nach Öffnung in der Mitte wollte er Damentausch mit Dxb5 vermeiden, selbige wurde aber dort gefangen! Dennoch sah sich sein Gegner genötigt - erzwungen oder nicht – diese zurückzugeben. Im nun ausgeglichenem Endspiel  übersah Matthias jedoch, ohne echte Zeitnot, aber aufgrund gerade überstandenem Stress, eine Springergabel. Aus.

Das hätte statt 4,5:3,5 auch andersrum ausgehen können oder wenigstens 4:4. Und auch mit einem 8. Mann wär‘s an diesem Tag wohl ähnlich gewesen.

Für mich war der Unglückstag nicht zu Ende. Wollte nach dem Kampf meine Frau vom Hbf Duisburg abholen: A40 komplett gesperrt, Umleitung schlecht ausgeschildert, Stau, Navi spielte verrückt und fiel dann ganz aus, Parkplatz im Gelände hinterm Bahnhof, kein Fußweg gekennzeichnet.  Klettere übers Gleisbett, bin 1 min vor Ankunft am Bahnsteig: Zug hat 10 min Verspätung.

Und zuhause seh ich auch noch, dass Moers gegen Hünxe gewonnen hat. Aber auch so liegen unsere Aufstiegschancen jetzt bei 1 Promille – machen wir mehr draus, prost.

 

Ganz anders der Tag für unsere Dritte. Obwohl ebenfalls nur mit 7 Leuten zu Kamp-Lintfort 3 gereist, schafften sie dort einen grandiosen 5,5:2,5-Sieg! Dumm nur, dass selbst das nicht die Promille für den Klassenerhalt erhöht, da noch 3 Hochprozenter anstehen.

 

TABELLE der BL nach abgegebenen Punkten wegen verschiedener Anzahl Spiele:

1. Moers II     -2 (noch 3 Spiele gg. die 3 Tabellenletzten)

2. Neukirchen-Vluyn -3 (noch 3 Spiele)

3. Hünxe        -3 (noch 3)

4. Xanten       -3 (noch 3)

5. Wesel II     -5 (noch 2)

6. Mehrhoog     -6 (noch 2)

7. Wesel III        -7 (noch 3 gegen starke)

8. Bruckhausen      -8 (noch 2 gegen starke)

9. K.-Lintfort III  -10 (noch 2)

Aber Bruckhausen hat schon +4, Wesel III nur +3 P.

(bp)

12.01.20 10:00 Uhr (Runde 5): SV Wesel II - Xanten 4:4

Unentschieden gegen starke Xantener

Von der Spielstärke des Gegners her können wir stolz auf die Punkteteilung sein, vom Spielverlauf fühlt es sich aber wie eine Niederlage an.

Die erste Partie, die zu Ende ging, war die von Matthias. Ein im Blitztempo spielender Gegner spulte die Eröffnung locker runter und stellte Matthias vor unerwartete Probleme. Dieser musste viel Zeit investieren, fand aber eine gute Erwiderung. Durch eine Umwandlung des C-Bauern im 14. Zug hatte er eine Dame mehr und gewann bald. Am 6. Brett gewann Michael durch eine Bauerngabel eine Leichtfigur und spulte den Rest routiniert runter. Eine 2:0 Führung machte Hoffnung auf einen Sieg, insbesondere, da an den anderen Brettern keine wirkliche Verluststellung zu sehen war.

Doch dann wendete sich das Blatt. Markus spielte auf Königsangriff, doch der Gegner hatte Gegenspiel auf der c- und d-Linie und vor allem einen nervenden schwarzfeldrigen Läufer, der Markus Rochade und die für eine Königsangriff nötige Besetzung der f-Linie sehr lange verhinderte. Markus musste Bauern geben und am Ende fehlte ihm ein Tempo um im Angriff erfolgreich zu sein. 2:1.

Berthold hatte eine enorme Druckstellung und engte den Gegner stetig ein. Er verbrauchte aber enorm viel Zeit dafür und stand zu diesem Zeitpunkt sicher auf Gewinn.

Peter hatte einen Bauern weniger. Es sah aber noch haltbar aus angesichts der gegnerischen Bauernstruktur. Avdi hatte einen schönen Königsangriff. Sein Gegner behinderte aber durch aktives Gegenspiel auf der C-Linie und die Fesselung seines wichtigen Turms auf f2 einen durchschlagenden Angriff. An den ersten beiden Brettern sah es ausgeglichen aus. Alexander hatte Vorteile am Königsflügel, sein Gegner aber Gegenspiel am Damenflügel. Manuel hatte eine beengte, aber solide Verteidigungsstellung gegen einen gegnerischen Isolani. Er rührte den unnachahmlichen „Heirichbeton“ an.

An den ersten beiden Brettern erfolgte alsbald der Friedensschluss in ausgeglichenen Stellungen. 3:1.

Bei Peter verschlechterte sich die Lage. Sein Gegner drang mit dem Turm auf die 6.Reihe ein und platzierte Megaläufer auf f6.Sein Gegenspiel auf der e-Linie reichte nicht. Der Druck gegen seinen König wurde zu groß. 3:3.

Avdi verbesserte seine Stellung schrittweise und Berthold stand weiterhin auf Gewinn, achtete aber nicht auf die Zeit. Schließlich machte Avdi den Sack zu. Jetzt kam es auf Berthold an. Der Gegner war derart eingeschnürt, dass er die Stellung öffnen musste, um nicht zusammengeschoben zu werden. Berthold fand unter wieder großem Zeitverbrauch das wichtige T:Se5. Das Spiel war aber trotz klarer Gewinnstellung immer noch sehr anspruchsvoll auf Grund vieler taktischer Möglichkeiten. Jetzt rächte sich der Zeitverbrauch und Bert bewegte seinen Turm von d3 weg, der die Racheschachs der weißen Dame verhindert hatte. Diese drang nun über Berts Damenflügel in die Königsstellung ein und die Partie kippte zu unseren Ungunsten. 4:4

Damit wurde zwar die Tabellenführung verteidigt, aber die punktgleichen Hünxer und die 1 bzw. 2 Punkte hinter uns liegenden Moerser und Neukirchener haben ein Spiel weniger. Die Berzirksliga ist dieses Jahr sehr ausgeglichen.

Nächste Runde geht es gegen die starke Mannschaft aus Neukirchen-Vlyn. Ein weiterer Punktverlust und der Traum vom Aufstieg dürfte vorbei sein.

(mt)

12.01.20 10:00 Uhr (Runde 5): SV Wesel III - Mehrhoog 3,5:4,5

...

01.12.19 10:00 Uhr (Runde 4): SF Moers II - SV Wesel II 4:4

Dank Marc Schlette und Philipp Neuhaus sowie Avdi Rama konnten wir beim Favoriten SF Moers 2 doch mit recht guter und vor allem voller Besetzung antreten.

Zunächst gab es 3 schnelle Unentschieden. F. Zahn (1879) wollte wohl früh nach Hause und gab gegen Markus an Brett 4 trotz Mehrbauer und guter Stellung nach 15 Zügen Remis.

Die Damenbauernspiele an Brett 6 (Peter mit Schwarz) und 7 (Philipp mit Weiß) verflachten früh: Philipp rührte Beton an, und Peter spielte sehr logisch, so dass seinem Gegner im Colle-System trotz e3-e4 nur Zugwiederholung blieb. An Brett 8 hatte Avdi mit Schwarz auf Umwegen die Grünfeldindische Grundstellung, die Weiß erstaunlich schnell zum Verlust der Bauern e4 und f4 (nicht d4!) misshandelte. Der untaugliche Versuch, wenigstens einen zurückzugewinnen, kostete eine Figur. Und auch ein weißes Turmopfer brachte nicht das erhoffte Dauerschach. Wenn ich Avdis Notation allerdings richtig entziffere, hatte er Weiß  vorher eine erhebliche Konterchance eingeräumt, die ungenutzt blieb, also 0:1. - Danach konnte ich an Brett 3 gegen R. Moll (1869) erstmals voll punkten: Reinhard spielte sein Skandinavisch insgesamt zu passiv, so dass ich trotz Ungenauigkeit eine ewige Fesselung auf der e-Linie (Te1 gegen De8) zum Figurengewinn ausnutzen konnte. Zwischenstand 3,5:1,5 für uns.

Die 3 restlichen Partien, davon zweimal gegen Stonewall von Marc gegen R. Zahn (1961) und von Matthias gegen B. Reiter(1759), sowie von Manuel, der selber auch Stonewall-like gegen H.-E. Reiter(1963) spielte, sahen "eigentlich" alle nach Remis aus, hatten es aber noch in sich. Erst opferte Matthias 2 Figuren für einen Turm, die Hoffnung auf eine Blockadestellung erwies sich aber als Trugschluss. Dann gewann Marc eine Qualität, gab aber nach einigen weiteren Zügen Remis. Die Computeranalyse zeigt, dass die Stellung wegen des gegnerischen Läuferpaars tatsächlich kaum zu gewinnen war. Auf jeden Fall ein guter Einstand für Marc, der jetzt vielleicht Blut geleckt hat !?

Bei 4:3 für uns hing es nun an Manuel, den wir mangels weiterer Fahrer leider allein lassen mussten. Er stand wie so oft sehr lange passiv, verteidigte sich gegen etliche Drohungen geschickt, aber auf Kosten seiner Zeit (noch 6 Sekunden bei Zug 40). Er verlor dann doch einen Bauern, das entstandene Damenendspiel mit den Bauern nur auf einem Flügel war objektiv remis, aber der Gegner hievte Manuel durch Hin- und Herziehen über die Zeit! - Hier hätte man - aber noch während der Partie! - auf mangelnde Gewinnversuche reklamieren müssen, wonach die Partie abgebrochen und alles an Uwe Remek eingeschickt würde. Allerdings wäre der eindeutige Beweis des Zeitspiels bei einem Mehrbauern wohl ziemlich aussichtslos, zumal dann nur die Züge bis zum Abbruch da sind.

Angesichts des Verlaufs und besonders angesichts der gegnerischen DWZ können wir mit dem 4:4 voll zufrieden sein. Übernehmen sogar die vorläufige Tabellenführung, jedoch punktleich mit Hünxe, die ein Spiel weniger haben. Auch Moers, Xanten und Neukirchen-Vluyn können noch aufholen. Da diese 5 sich gegenseitig die Punkte abknöpfen, bleibt es in der Bezirksliga weiter spannend.

(bp)

03.11.19 10:00 Uhr (Runde 3): SV Wesel II - Turm-Kamp-Lintfort III 6,5:1,5

Zum heutigen Heimkampf gegen Kamp-Lintfort III konnten wir eine starke Mannschaft aufbieten. DWZ-mäßig waren wir Favorit. Nach 30 Minuten sah ich nirgendwo Vorteile.  Alexander tauschte sehr früh die Damen. Berthold überlegte sehr lange in einer Standardstellung seiner Lieblingseröffnung. Markus gelang es durch Überleitung von einer sizilianischen in eine französische Struktur aus der Eröffnungsvorbereitung zu bringen. Josef spielte wie immer sehr zügig.

Nach einer Stunde stand es 1:0. Matthias Gegner ist nicht erschienen. Peter hatte eine solide Stellung aufgebaut. Josef erarbeitete sich Raumvorteil. Michael gewann eine Qualle gegen einen Bauern. Manuel, Alexander und Markus standen sehr solide. Berthold opferte einen Bauern für Initiative, übersah aber eine wichtige gegnerische Antwort.

Eine halbe Stunde später hatte sich Peter soliden Positionsvorteil erarbeitet und einen Bauern gewonnen. Josef griff stark an und gewann eine Figur. Alexander bot Remis an, was der Gegner in ausgeglichener Stellung annahm. 1,5:0,5.  Wenig später machte Josef dann auch den Sack zu zum 2,5:0,5.

Nun begann die dritte Stunde. Michaels Gegner suchte sein Heil im Angriff, aber etwas zu euphorisch. Eine Turmverdopplung auf der D-Linie erzeugte unparierbare Drohungen und führte zur Aufgabe. 3,5:0,5.

Peter konnte seinen Vorteil auf zwei Bauern vergrößern, musste aber dafür seinen freien a-Bauern geben und etwas Gegenspiel zulassen gegen seine gefährdete Grundreihe. Zu diesen Zeitpunkt sah ich noch keinen klaren Gewinn an den verbliebenen 4 Brettern.  Berthold bekam ein Remisangebot und nahm auf Grund des Minusbauern und des Spielstandes an. 4:1.

Zu Beginn der vierten Spielstunde gelang es Markus die Stellung zu öffnen. Dies ermöglichte dem Gegner zwar beträchtliches Gegenspiel, aber die immensen taktischen Verwicklungen waren mit 12 Minuten für 14 Züge für ihn kaum berechenbar.

Manuels Gegner wich allen Damentauschangeboten zum Übergang in ein totremises Bauernendspiel aus und erlaubte Manuel dadurch einen kleinen Raumvorteil. Peters Gegner konnte den Damentausch nicht mehr verhindern und lies sich die Verwertung der Mehrbauern nicht mehr zeigen. 5:1.

Bei Markus stand das Brett buchstäblich in Flammen. Bei 4 Minuten für 10 Züge traf sein Gegner nicht die besten Entscheidungen und überschritt in aussichtsloser Lage die Bedenkzeit. 6:1.

Angesichts des Spielstandes stellte man an Brett 1 auch das Kämpfen ein. Remis. 6,5:1,5.

Ein ungefährdeter Sieg bedeutete die Verteidigung des zweiten Tabellenplatzes. Topfavorit Moers II., unser nächster Gegner erreichte ersatzgeschwächt gegen Neukirchen-Vlyn nur ein Mannschaftsremis, wodurch letztgenannte an der Tabellenspitze blieben und sich zum Cofavoriten für den Aufstieg kürten.

(mt)

03.11.19 10:00 Uhr (Runde 3): Freibauer Hünxe - SV Wesel III 5,5:2,5

Leider verlor unsere dritte ohne ihren Mannschaftsführer an Brett 1 gegen Hünxe.

(mt)

06.10.2019 10:00 Uhr (Runde 2): SV Wesel III - TV Bruckhausen 2:6

06.10.2019 10:00 Uhr (Runde 2): TV Mehrhoog - SV Wesel II 3:5

Erster Saisonsieg

Nach dem nicht geplanten Unentschieden gegen die III. ging es mit einer starken und vollständigen!!! Mannschaft nach Mehrhoog. Unser Gastgeber hatte auch eine bessere Mannschaft zusammen als bei der 7:1 Niederlage gegen Neukirchen-Vluyn. Gute Voraussetzungen für einen spannenden Kampf.

Bei meinem ersten Rundgang sah ich an 6 Brettern ausgeglichene Stellungen. Michael hatte eine Qualle mehr, Markus eine weniger. Um die Mittagszeit kam es an den ersten beiden Brettern alsbald zu einer Verflachung der Stellungen und Manuel und Alexander teilten die Punkte. Markus stand mit dem Rücken zur Wand, Michael immer noch eine Qualle vorn. Peter pflanzte dem Gegner einen Läufer auf d3 ein und eroberte mit beiden Türmen die einzige offene Linie. Josef hatte die aktivere Stellung, ein Sieg war aber noch nicht in Sicht. Dann ging es bei Markus schnell und er musste aufgeben. Kurz danach gewann Josef seine Partie. 2:2

Wie sah es an den anderen Brettern aus? Michael hatte eine Qualle und einen Bauern mehr, Peter vergrößerte seinen positionellen Vorteil und schnürte den Gegner weiter ein, Berthold hatte eine Dame gegen einiges?? (ich weiß es nicht) Material, aber der Gegner hatte gewisse Kompensation.

Wie sah es bei mir am Brett aus. Es war das dritte Mal, dass ich den selben Gegner hatte. Die bisherige Bilanz war ausgeglichen. Im 5. Zug wich mein Gegner von den mir bekannten Hauptvarianten ab und ich musste Zeit investieren. Ich entschied mich nicht für die beste Variante, strebte aber einen Stellungstyp an, der mir lag. Im komplizierten Mittelspiel in geschlossener Stellung (alle Bauern auf dem Brett) strebte ich die bessere Bauernstruktur an und wollte auf Grund des Spielstandes (Peter konnte inzwischen seinen positionellen Vorteil in einen materiellen umwandeln und gewann, Berthold und Michael waren im Vorteil 3:2) nicht zu viel riskieren. Jede Öffnung der Stellung barg ein Risiko. Mein Gegner musste aber was riskieren und ich konnte über die g-Linie in die Stellung eindringen und gewinnen. Normalerweise wahrscheinlich Remis, aber wegen des Spielstandes musste mein Gegner aktiv werden. (4:2)

Jetzt spielten noch Michael und Berthold, beide in vorteilhaften Stellungen. Bei Berthold wurde es in der Zeitnotphase spannend. Beide waren in starker Zeitnot, Berthold minimal weniger.  Berthold erlaubte einen Einschlag auf f2 und verlor eine Figur zum materiellen Ausgleich. Dann bot Berthold Remis an, das der Gegner wegen der sehr knappen Zeit annahm, obwohl er noch eine Figur gewinnen konnte. 4,5:2,5.

Die letzte Partie spielte Michael. An zwei Stellen sah ich Abwicklungen in gewonnene Endspiele. Aber in der 5. Stunde war sowas am Brett schwer zu finden. Einige ungenaue Züge und es gab Remis.

Ein solider Sieg. Ein realistisches Ziel ist ein Platz unter den ersten drei. Vor allen Moers II und Xanten sind von der Aufstellung her die Favoriten. Nach der Spielstärke könnten wir uns mit Hünxe, Neunkirchen-Vlyn und Bruckhausen einen Kampf um den dritten Platz liefern.

(mt)

22.09.2019 10:00 Uhr (Runde 1): SV Wesel II - SV Wesel III 4:4

Mit zwei Teams in der Bezirksliga

Nach dem starken Aufstieg der III. und dem unglücklichen Abstieg der II. gab es wieder das vereinsinterne Duell in der Bezirksliga. Ich möchte jetzt aus der Sicht der II. berichten. Am Freitag vor dem Spiel beim Trainingsabend suchte Michael, der Berthold als Mannschaftsführer vertrat händeringend und verzweifelt Spieler. Ohne Erfolg. Die zweite hatte mit Uli und Krzysztof zwei fast immer spielende Stammkräfte an die erste abgegeben und nur Manuel als Verstärkung dazubekommen. Das Berthold und Alexander wohl ausfallen würden, stand schon länger fest. Relativ kurzfristig kam Markus Absage.

So starteten wir mit einer kampflosen Niederlage an Brett 1 mit 7 Spielern. Zu Beginn sogar einer mehr als bei der III. Ein paar eindringliche Telefonate des Mannschaftsführers hatten aber für das Erscheinen der beiden Fehlenden innerhalb der ersten 30 Minuten gesorgt.

Die erste Stunde war dann relativ ereignisarm. Meine Mannschaft kam relativ gut aus der Eröffnungsphase. Dann die erste Entscheidung. Unser Ersatzmann Lothar Lensing gewann überraschend schnell. Das Duell der ältesten Spieler, Helmut Brehme und Rolf Fricke endete mit einem Patt. So hatten die beiden Ersatzleute Lothar und Rolf den Rückstand wettgemacht zum 1,5:1,5. Sehr gute Bilanz. An den 5 verbliebenen Brettern wurde gekämpft. Einen entscheidenden Vorteil konnte ich nirgends erkennen, höchstens Raumvorteil bei Michael und Peter. Jetzt musste ich viel Zeit in meine eigene Partie investieren. Nachdem ich die Eröffnung auf Grund der Bekanntheit des Stellungstyps relativ zeitsparend gemeistert hatte, war das entstehende Mittelspiel mit allen Leichtfiguren und aktiven Isolani sehr komplex. Moritz behandelte die Eröffnung intuitiv korrekt, öffnete mit h3 und g4 den Königsflügel etwas zu optimistisch und bot mir Angriffsmöglichkeiten. Dann kam die überraschende Nachricht von Sarahs Sieg für die III. Ich bekam nicht mit was passiert war. Nachher hörte ich, dass eine Dame eingepatzt wurde. Kann passieren. Damit lagen wir in Rückstand. Als nächstes folgte ein Remis an Brett zwei von Manuel gegen Armin. Die Stellung war offensichtlich ausgeglichen. Es stand aber noch viel Material auf dem Brett. Michael hatte am Brett vier eine Qualle mehr, Harald aber etwas Kompensation. Josef war eine Leichtfigur im Rückstand gegen Alexander.

Ich musste mich jetzt bei aufziehender Zeitnot wieder in meine Stellung vertiefen. Viele Varianten konnte ich wegen der fehlenden Zeit gar nicht mehr berechnen, so dass ich mich oft nicht für den besten, aber einen sicheren Weg entschied den Vorteil zu behalten bzw. auszubauen. Es entstand ein Endspiel mit Dame und 5 Bauern auf meiner Seite und Laufer und Turm mit zwei Bauern und einem ungeschützten König auf Moritz Seite. Dann ging die Partie schnell zu Ende als Moritz einen vergifteten Bauern in Verbindung mit einer Grundreihenmattdrohung schlug mir aber dadurch ein Zwischenschach mit einer späteren kompensationslosen Eroberung seines Turmes ermöglichte. Zwischenstand 3:3. Jetzt kämpfte noch Josef mit dem Rücken zur Wand und Michael. Michael schaffte es einen entfernten Freibauern in Bewegung zu setzen. Dadurch entstand aus der Qualle mehr eine Dame mehr. Harald blieb aber nicht untätig und gewann dafür die beiden restlichen Bauern von Michael. Seine drei verbundenen Freibauern rückten in Verbund mit seinem Springer gefährlich auf die erste Reihe zu. Michael durfte sich keinen Fehler erlauben. Inzwischen ließ Josef es zu, dass Alexander einen seiner beiden Bauern erobern konnte. Er kämpfte verbissen und hoffte auf Fehler von Alexander. Dieser tat ihm aber nicht den Gefallen und kämpfte das Endspiel bis zum Damentausch durch. Den Gewinn mit F-Bauer und Läufer wollte sich dann Josef nicht mehr zeigen lassen und gab auf. Inzwischen hatte Michael die Drohungen von Harald besser in den Griff bekommen und konnte nach ca. 4 Stunden und 45 Minuten die Partie gewinnen.

Am Ende war es sogar knapp mit dem Unentschieden. Zwischendurch schien auch eine Niederlage in Reichweite. Für die III. ein wichtiger Punkt für das Ziel Klassenerhalt. Für die II. zu wenig, wenn man gerne wieder aufsteigen will. Die Leistungsdichte im Kampf um die vorderen Tabellenplätze ist enorm. In der 2. Runde geht es für die II. zu einem echten Brocken nach Mehrhoog. Der Mitabsteiger hat überraschend gegen Neukirchen-Vlyn hoch verloren. Die III. muss gegen Bruckhausen ran. Beide Spiele sind echte Standortbestimmungen. Dann für die II. hoffentlich mit den drei heute Fehlenden.

(mt)

Viererpokal

02.02.2019 (Finale): SV Dinslaken - SV Wesel 4:0

Da wir bereits für den Viererpokal auf NRW-Ebene qualifiziert waren, ging es im Finale gegen Dinslaken auch nur noch um den Spaß, es mit stärkeren Gegnern aufzunehmen.

Als erstes war Krzysztof an Brett 3 fertig. Er war gegen Frank Pöss schon aus der Eröffnung heraus auf Abwege geraten, hatte zwei Bauern abgegeben und eine schlechte Stellung zu verwalten, die auf lange Sicht nicht zu halten war.

Danach musste ich die Segel streichen. An Brett 1 hatte ich gegen Philipp Sonnenschein eine scharfe Stellung erreicht, die sehr rechenintensiv war. Er hatte allerdings taktisch mehr gesehen als ich und ich leistete weniger Widerstand als möglich war.

Avdi hatte zwischendurch an Brett 4 gegen Andreas Borchert eine etwas passivere Stellung gut behandelt und erfolgreich in ein remislastiges Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern abgewickelt. Nach ein paar Ungenauigkeiten kippte das Endspiel allerdings langsam und auch er musste die Partie leider aufgeben. Schade, das war heute die einzige Partie, in der wirklich etwas Zählbares zum Greifen nahe war.

Die längste Partie des Tages spielte Christoph an Brett 2. Er stand bereits in der Eröffnung unter Druck und gab einen Bauern, doch spielte sein Gegner Michael Gorny sehr überzeugendes Schach und konnte Christoph nach gut 5 Stunden niederringen.

Am Wochenende 21./22. März findet die Vorrunde des Viererpokals auf NRW-Ebene statt. Vielleicht können wir dort ja noch die eine oder andere kleine Überraschung landen.

15.12.19 10:00 Uhr (Runde 2): SF Moers - SV Wesel 1,5:2,5

Im Halbfinale des Viererpokals mussten wir – in der Aufstellung Oskar Braun, Uli Dimmek, Christoph Krebel und Aleksandr Vegera – mal wieder gegen Moers ran, gegen die wir in den letzten vier Jahren jeweils rausgeflogen waren. Immerhin hatten sie ein paar Aufstellungsprobleme und so deutete sich ein ausgewogener Kampf an.

Alex hatte gegen Fabian Zahns Drachenvariante eine leicht angenehmere Stellung erreicht, ohne jedoch etwas Greifbares zu haben, und nahm das Remisangebot seines Gegners an.

Ich hatte mir gegen Jurij Vasiljev etwas Angriffschancen mit meinem gegen seinen König gerichteten Läuferpaar ausgerechnet, aber er neutralisierte es systematisch. Bevor sein Springer nun beginnen konnte, um gute Felder zu kämpfen, wickelte ich in ein total ausgeglichenes Schwerfigurenendspiel ab und nutzte meinen leichten Tempovorteil, um Remis zu bieten, bevor sich diese – nur symbolische – Initiative verflüchtigte.

Kurz darauf einigte sich auch Christoph mit seinem Gegner Josef Hanio auf Remis. Christoph hatte das Gefühl, nicht so richtig in die Stellung gefunden zu haben, aber auch in dieser Partie war noch alles im Gleichgewicht.

Diese drei Remisschlüsse fanden innerhalb von 10 Minuten statt, sodass nun der ganze Druck auf Uli lag. Er hatte im Mittelspiel einen Bauern gewonnen, gab ihn jedoch bald wieder ab. Er hatte immer noch die etwas aktivere Leichtfigur und den aktiveren König und setzte seinen Gegner Sven Bode im Endspiel mit Springer gegen Läufer stark unter Druck. So stark, dass dieser bald in ein für Uli günstiges Bauernendspiel abwickeln musste. Hier spielte Uli in einem entscheidenden Moment etwas zu schnell und gab dem Gegner noch die Chance, eine Nebelkerze zu werfen, die dieser jedoch nicht nutzte, so dass auch diese Partie ihr logisches Ende fand.

Am Ende konnten wir Moers also 2,5:1,5 besiegen und stehen nun im Finale gegen Dinslaken.

(ob)

10.11.19 10:00 Uhr (Runde 1): SC Freibauer Hünxe - SV Wesel 1,5:2,5

Hünxe trat ohne seine beiden Spitzenbretter an und wir – in der Besetzung Oskar Braun, Niklas Jacobi, Aleksandr Vegera und Armin Becker – hatten somit an jedem Brett einen DWZ-Vorsprung vorzuweisen. Doch schnell zeigte sich, dass es heute knapp werden würde. Niklas und Alex standen schon kurz nach der Eröffnung stark unter Druck. Niklas war gegen Uli Mitschke in taktische Komplikationen reingestolpert, die er zu überschauen glaubte, die für den Gegner allerdings erstaunlich viele Ressourcen bereithielten. Bald schon musste er seinem Gegner zum Sieg gratulieren.

Alex konnte gegen Reiner Kuehn vermeiden, schon im Mittelspiel die Waffen strecken zu müssen, und rettete sich in ein schwieriges Springerendspiel mit Minusbauern. Da im Viererpokal bei einem 2:2 der Sieg am höchsten Brett entscheidet, war klar, dass Armin und ich gewinnen müssen, selbst wenn Alex sein Endspiel Remis hält. In Armins Stonewallstruktur war trotz heterogener Rochaden allerdings noch nicht viel passiert und ich stand gut, aber noch ohne entscheidenden Durchbruch.

Irgendwann fand Armin dann die Sollbruchstelle der Stellung seines Gegners Uli Lordick und konnte den Punktestand ausgleichen.

Ich begann gegen Günter Amerkamp nun die Stellung aufzureißen. Bei den sich ergebenden Komplikationen machte ich es mir jedoch unnötig schwer und ließ seine Dame meinen König das Brett hochjagen. Objektiv wohl Remis, aber bei der knappen Zeit waren die Varianten kaum zu überblicken und ich hatte das glücklichere Ende und den entscheidenden Freibauern auf meiner Seite.

Alex hatte derweil sein Springerendspiel sicher zusammengehalten und kurz darauf einigte er sich mit seinem Gegner auf Remis.

Insgesamt also ein knapper 2,5:1,5 Erfolg gegen eine gut aufgelegte Hünxer Mannschaft.

In der nächsten Runde geht es am 15.12. nach Moers.

(ob)

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