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Die große Zeit der Ersten

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Mannschaften

Wegen einer Neuorganisation im Verband erhöht sich die Zahl der Aufsteiger aus VL und VK signifikant. Dies und weitere interessante Neuerungen sind NSV-Ausschreibung und der NSV-Klasseneinteilung zu entnehmen.

(td, 18.08.2018)

Zum aktuellen Bericht aus der Verbandsliga Verbandsklasse Bezirksklasse Viererpokal

Verbandsliga Niederrhein, Gruppe 2

09.12.18 (Runde 4): SC Erkrath - SV Wesel 4:4

In einem außerordentlich spannenden Kampf gab es am Ende ein leistungsgerechtes Unentschieden. In fast allen Partien standen unausgewogene Materialverhältnisse zur Diskussion und es gab auf beiden Seiten verpasste Chancen.

Der Wettkampf begann mit einer Stunde Verspätung, da in der Nacht in das Vereinsheim unserer Gastgeber eingebrochen worden war und zunächst Polizei und Spurensicherung am Zug waren. Nachdem diese ihre Arbeit erledigt hatten begann ein sehr intensiver Mannschaftskampf.

Christian gab früh zwei Leichtfiguren für Turm und Bauern, Christoph behandelte die Eröffnung vorzüglich und gewann einen Bauern. Erwin bekam in einer scharfen Stellung mit entgegengesetzten Rochaden im Mittelspiel Probleme, da sein Springer nach a1 zurückgetrieben wurde und für lange Zeit vom Spiel ausgeschlossen war. Ich geriet früh in einen Königsangriff. Im 15. Zug opferte mein Gegner einen Bauern und mein König fühlte sich auf g6 gar nicht wohl. Jan hatte in einer Isolani-Stellung Initiative, Oskar einen sehr scharfen Franzosen auf dem Brett. Niklas Partie war ungefähr ausgeglichen und auch bei Dieter war für mich lange Zeit nicht erkennbar, ob er mehr als Ausgleich hatte.

Jan opferte nach drei Stunden sehr aussichtsreich die Qualität, Oskar bekam nach einer taktischen Abwicklung gute Gewinnchancen und Christoph und Christian standen auf Gewinn. Erwin stand dafür immer noch schlecht und Niklas hatte einen Bauern verloren. Ich bekam nach 3,5 Stunden ein Remisangebot, das ich gerne angenommen hätte. Mein Gegner hatte zwar nur noch drei Minuten für die letzten 12 Züge bis zur Zeitkontrolle, stand aber trotz eines Minusbauern sehr aktiv. In diesem Moment übersah Jan eine gegnerische Mattdrohung und musste aufgeben. Also spielte ich weiter.

Ich bekam noch mit, dass Christoph gewann, Erwin und Niklas jedoch aufgeben mussten. Beim Stand von 1:3 herrschte dann zunächst einmal Zeitnot an den meisten Brettern. Mein Gegner schaffte die Kontrolle mit noch 6 Sekunden auf der Uhr, bei Oskar war es noch knapper. Nach Ausführung des 40. Zuges verblieb ihm genau eine Sekunde. Ein Blick auf die Stellungen enthüllte, dass Christian klar auf Gewinn stand und die übrigen drei Partien noch nicht entschieden waren. Dieter hatte ein kompliziertes Turmendspiel mit einem Mehrbauern. Aber der Gegner verfügte mit zwei Freibauern über Gegenspiel. Oskar hatte ebenfalls ein Turmendspiel mit Mehrbauern, aber sein König stand für ernsthafte Gewinnaussichten zu passiv. Bei mir stand ein Damenendspiel mit L+D gegen S+D auf dem Brett. Mein Läufer war schlechter als sein Springer, dafür hatte ich einen Bauern mehr.

Christian verkürzte schließlich auf 2:3, die übrigen Partien zogen sich noch eine Weile hin. Bei Oskar verschwanden dann bald alle Bauern vom Brett und es wurde Remis. Wenig später war auch in meiner Partie klar, dass sie in einem Dauerschach enden würde. Also auch hier Remis und es stand 3:4.

Dieter hatte die letzte Partie, behielt die Nerven und glich nach 5,5 Stunden zum 4:4 aus. Einmal mehr eine glänzende Vorstellung unseres Spitzenspielers in einer entscheidenden Partie.

(td)

18.11.18 (Runde 3): SV Wesel - Sfr. Vonkeln 4,5:3,5

Gegen Vonkeln machte es die Erste unnötig spannend und hätte fast noch einen bereits sicher geglaubten Sieg verspielt. Es gab einige merkwürdige und ungewöhnlich fehlerhafte Partieverläufe und zum Schluss ein Happy-End für uns. Wegen des Feiertags war der Beginn auf 13 Uhr verlegt worden. Lag es vielleicht daran, dass zum Schluss die Konzentration bei einigen nachließ?

Nominell waren die Gäste an den drei ersten Brettern stärker besetzt als wir, dafür hatten wir an den unteren 5 Brettern DWZ-Vorteile. Aber was sind schon Zahlen? Es kam ganz anders.

Unseren ersten Sieg feierten wir ausgerechnet an Brett 3, wo sich Oskar mit Schwarz gegen den gut 200 DWZ-Punkte stärkeren Uli Perschke bereits nach 2 Stunden kombinatorisch durchsetzen konnte. Für das 2:0 sorgte Dieter eine Stunde später an Brett 1. Sein Sieg gegen Patrick Florath war stark herausgespielt, kam aber nicht ganz so überraschend. Es war gegen diesen Gegner bereits der vierte Sieg in Folge. Auch im Schach gibt es Angstgegner.

An den übrigen Brettern standen wir zu diesem Zeitpunkt so gut, dass man von einem deutlichen Sieg ausgehen musste. Niklas mit zwei Mehbauern im Turmendspiel, Manuel konnte bereits seit mehreren Zügen eine Qualität gewinnen, Christoph und Ingo standen positionell klar überlegen und der Materialvorteil schien nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Bei mir war es halbwegs ausgeglichen und lediglich Erwin hatte seine zunächst aussichtsreiche Stellung unglücklich behandelt und stand nun schlecht. Er fand schließlich kein Mittel mehr gegen einen weit vorgerückten gegnerischen Freibauern und musste aufgeben. Ich konnte meine Partie kurz darauf in den Remishafen steuern. Wir führten 2,5:1,5, die restlichen Partien sahen sehr gut aus und alles schien glatt zu laufen.

Aber in der Zeitnotphase kam auf einmal Sand ins Getriebe. Zunächst musste Manuel ins Remis einwilligen. Nachdem er die einstehende Qualität seines Gegners 10 Züge lang ignoriert und stattdessen einen zweifelhaften Angriff vorangetrieben hatte stand er zum Schluss sogar schlechter. Dafür konnte Niklas seinen Vorteil verwerten und auf 4:2 erhöhen. Danach patzte Christoph und landete in einem Endspiel mit Qualität weniger. Angesichts einer Mehrfigur bei Ingo machten wir uns immer noch keine Sorgen.

Aber es passierte das Unglaubliche und Ingo stellte einen Zug vor der Zeitkontrolle die Dame ein. Er bekam noch einen Turm dafür und hatte ja vorher schon eine Mehrfigur gehabt, aber trotzdem. Turm und Springer gegen Dame, jeder hatte noch einen Läufer und ein paar Bauern, die Gegnerin sogar einen mehr. Das sah verloren aus. Christoph versuchte währenddessen noch im Trüben zu fischen, aber auch hier standen die Zeichen auf Verlust. Jetzt deutete alles auf ein 4:4 hin.

In der 6. Stunde wurde an beiden Brettern immer noch gekämpft, die Zeit wurde langsam knapp und es gab immer noch einen Funken Hoffnung. Christoph und Ingo taten ihr Möglichstes, um es den Gegnern schwer zu machen. Ingo hatte eine Festung errichtet und seine Gegnerin bemühte sich seit einer Stunde vergeblich um Fortschritte. Christophs Stellung hatte sich währenddessen leider weiter verschlechtert, seine Drohungen waren abgewehrt worden und der materielle Nachteil hatte sich vergrößert. Die Entscheidung würde bei Ingo fallen.

Und sie fiel zu unseren Gunsten. Ingos Festung hielt, er bekam schließlich ein Remisangebot und wir hatten gewonnen. Christophs Niederlage spielte keine Rolle mehr.

(td)

14.10.18 (Runde 2): SF Heinsberg - SV Wesel 4:4

Die weite Reise nach Heinsberg hat sich zumindest teilweise gelohnt. Am Ende eines packenden Wettkampfes konnten wir gegen einen starken Gegner ein Unentschieden retten.

Anfangs lief es ganz gut. Die Stellungen von Alexandr, der bei seinem Debüt in der Ersten gleich einen starken Gegner erwischte, und von Manuel wurden sehr schnell scharf, Erwin stand nach anspruchsloser Eröffnungsbehandlung seines Gegners bereits früh recht gut und Dieter opferte bald einen Bauern für Angriff. Die übrigen Partien waren in dieser Phase noch relativ ausgeglichen.

Erwin hatte nach etwa 2 Stunden seinen Gegner überspielt und uns in Führung gebracht, Oskar eine Qualität erobert. Das sah gut aus.

Christoph bot deshalb in ausgeglichener Stellung remis an, was sein Gegner glücklicherweise ablehnte, denn schon bald drehte sich das Blatt gegen uns. Zunächst geriet Alexandr, der seine Entwicklung zu Gunsten struktureller Erwägungen vernachlässigt hatte,  in einen heftigen Angriff und musste aufgeben. Ich bekam ein Remisangebot, das ich schlecht ablehnen konnte, da ich sah, wie mein Gegner bei Fortsetzung der Partie in Vorteil kommen würde. Also 1,5:1,5.

Als nächster musste sich Manuel geschlagen geben. In einer extrem spannenden Stellung mit zwei offenen Königen hatte sein Gegner leider die besseren Argumente. Aber eine tolle Partie von beiden. Kurz darauf unterlief Oskar in Zeitnot ein Fehler, nach welchem die gegnerischen Figuren ungehindert in seine Stellung eindringen konnten. Als er aufgeben musste schien der Kampf gelaufen zu sein. 1,5:3,5 gegen uns und die drei noch offenen Partien verhießen nicht viel Gutes. Nirgends standen wir besser und eine Niederlage im Bereich zwischen 2:6 und 3,5:4,5 zeichnete sich ab.

Bei Christoph stand ein relativ ausgeglichenes Mittelspiel auf dem Brett, in dem beide Spieler noch über Dame, Springer und ein paar Bauern verfügten. Wahrscheinlich remis.

Dieter hatte noch einen zweiten Bauern ins Geschäft gesteckt, sein Gegner verteidigte sich jedoch umsichtig, gab einen Bauern zurück und die Partie driftete in ein trotz Minusbauer remisliches Turmendspiel. Dieter musste noch um den halben Punkt kämpfen.

Bei Niklas stand das Brett in Flammen. Er hatte einen Turm investiert und dafür einen gefährlichen Freibauern auf der siebten Reihe erhalten. Leider war auch sein Gegner nicht untätig gewesen und hatte ein mindestens ebenso gefährliches Freibauernpaar auf der 2. und 3. Reihe gebildet. Objektiv betrachtet stand Niklas auf Verlust, aber die Lage war kompliziert und beide Könige standen sehr luftig.

Christoph spielte sehr solide und hatte das Glück des Tüchtigen. Sein Gegner verkalkulierte sich und auf einmal stand es nur noch 2,5:3,5. Wir waren wieder im Geschäft.

Nach 5 Stunden war es bei Dieter dann endlich remis und Niklas hatte beim Stand von 3:4 die letzte Partie. Sein Gegner übersah im weiteren Verlauf neben einigen schwierigen Gewinnzügen auch eine gute Gelegenheit, die Stellung bequem zu vereinfachen (das wäre wohl mindestens Remis gewesen, was den Heinsbergern ja gereicht hätte) und ließ stattdessen seinen König an den Rand drängen. Es wurde spannend. In unübersichtlicher Lage und knapp bei Zeit spielten am Ende beide auf Matt und es war schließlich Niklas, der ein hübsches Motiv erspähte und gewann.

Zum Schluss war der Punktgewinn sicherlich glücklich für uns, andererseits hatten zuvor auch wir unsere Chancen nicht gut genutzt. Mich freut besonders, dass heute neben den beiden jüngsten auch unser ältester Spieler gewinnen konnte. Das spricht für eine gute Mischung im Team.

Beim nächsten Mal geht es am 18.11. zu Hause gegen Vonkeln.

(td)

Verbandsklasse Niederrhein, Gruppe 2

11.11.2018 (Runde 3): SV Wesel II - Düsseldorfer SK IV 2:6

Verdiente 2:6 Niederlage gegen starken Gegner.

Trotz Karneval kamen die Düsseldorfer in nahezu Bestbesetzung und waren uns DWZ-mäßig deutlich überlegen. Als erstes verlor Markus. Ein Abbild seiner Niederlage in der ersten Runde. Er geriet in eine Fesselung und verlor wesentliches Material. Dann verloren Josef, von dessen Niederlage ich nicht viel mitbekommen habe, und Michael, der ebenfalls Material einbüßte. Den ersten Siegpunkt holte Bert. Sein Gegenüber machte bereits in der Eröffnung seltsame Züge, die ihn 2 Bauern kosteten, ohne dass er Kompensation bekommen hätte. Bert setzte dann sogar mit Springer und 2 Türmen matt. Leider verlor ich dann meine Partie. In der Eröffnung zu optimistisch vorgegangen bekam ich zwar das Läuferpaar, dafür aber eine grauenvolle Bauernstruktur nach dem erzwungenen Damentausch. Die entstehenden Komplikationen hatte ich nicht genügend bei meiner Vorausberechnung erkannt. Letztlich brachte ein schönes Turm-Lenkungsopfer die Entscheidung. Meine gewählte Fortsetzung durch Ablehnung des Opfers beendete allerdings die Partie unnötigerweise sehr schnell. Als nächstes musste Aleksandr die Waffen strecken. Auch er hatte eine Figur weniger und keinerlei Kompensation. Beim Stande von 5 zu 1 gewann Matthias seine Partie an Brett 6 mit einem schönen Mattangriff. Zuletzt spielte Krzysztof, der bis dahin eine sehr ansprechende Partie gegen Reinartz (DWZ 2020) hinbekommen.  Er landete in einem materiell ausgeglichenen Endspiel. Der Springer des Düsseldorfers war seinem Läufer überlegen und der auf a6 vorgeschobene Bauer von Weiß reichte nicht aus. Schwer zu sagen, ob es objektiv remis zu halten war. An der Niederlage der Mannschaft hätte es nichts geändert.

(ud)

Bezirksklasse

04.11.18 (Runde 3): Viktoria Alpen - SV Wesel III 2,5:5,5

14.10.18 (Runde 2): SV Wesel III - SK Xanten II 7:1

...

(td)

Viererpokal

11.11.18 (Runde 1): SV Wesel - FC Viktoria Alpen 4:0

In der Besetzung Dickmann, Braun, Krebel , Schumann gelang gegen Alpen ein standesgemäßer Sieg. Lediglich am 1. Brett war es recht knapp und die Entscheidung fiel erst in der Zeitnotphase.

Das Halbfinale gegen Moers findet am 16.12. statt.

(td)

Saison 2017/18

Zum aktuellen Bericht aus der Verbandsliga Verbandsklasse Bezirksliga Bezirksklasse Viererpokal

Verbandsliga Niederrhein, Gruppe 2

15.04.18 (Runde 9): SG Meiderich/Ruhrort - SV Wesel 4:4

Zum Saisonabschluss in Duisburg trat die Erste mit nur sechs Spielern an. Bert Plischke und Matthias Trost rückten aus der Zweiten nach, dennoch mussten wir 2 Bretter unbesetzt lassen, da zusätzlich zu den vielen Absagen sich Mirko im letzten Moment auch noch krank meldete.

Das letzte Aufgebot kämpfte wacker. Bert verkürzte den Rückstand nach 2 Stunden auf 1:2, Matthias ließ kurz darauf ein Remis folgen. Ich verfügte derweil über einen soliden Mehrbauern, Oskar stand verdächtig und bei Dieter und Christoph konnte ich die Lage nicht genau einschätzen.

In der Zeitnotphase beeindruckte mich mein Gegner damit, seine letzten 10 Züge innerhalb von 20 Sekunden herunterzublitzen, ohne dabei etwas einzustellen. Ich behielt jedoch meinen Mehrbauern. Währenddessen konnte Dieter seine Partie gewinnen und Oskar kam zu Gegenspiel. Christoph hatte nach der Zeitkontrolle eine Qualität für 2 Bauern, aber nicht mehr als Ausgleich. Beim Stand von 2,5:2,5 boten uns die Gegner für die drei noch offenen Bretter Remis an, welches wir nach kurzem Nachdenken akzeptierten. Wäre es noch um etwas gegangen hätten wir sicherlich weitergespielt. So lockte das Abschlussessen im Kaiserhof stärker als 2 zusätzliche Stunden Kampf.

Dieter spielte mit 7,5 Punkten aus 8 Partien eine herausragende Saison, alle anderen blieben ungefähr im Rahmen der Erwartungen. Darüber hinaus ist zu erwähnen, dass wir trotz 15(!) Einsätzen von Spielern aus der Zweiten 3 Partien kampflos abgeben mussten. So darf es in der nächsten Saison nicht weitergehen.

(td)

18.03.18 (Runde 8): SV Wesel - SC Kevelaer 4:4

In einem packenden Kampf kam die Erste nicht über ein Unentschieden gegen Kevelaer hinaus, das am Ende sogar noch glücklich ausfiel. Mit diesem Ergebnis ist die letzte Chance auf den Aufstieg dahin, unsere Gäste können dafür eine Runde vor Schluss den Klassenerhalt feiern.

Von der Aufstellung her waren wir an den oberen Brettern favorisiert, obwohl Olav und Dieter nicht dabei waren. An den unteren Brettern war Kevelaer stärker besetzt als wir.

Alle Partien waren hart umkämpft und es gab kein einziges schnelles Ergebnis. Krzysztof opferte früh eine Figur für zwei Bauern und Königsangriff, drang aber nicht durch und landete in einem komplizierten Endspiel. Christoph erspielte sich eine optisch sehr schöne Angriffsstellung, um Martin und Jan musste man sich keine Sorgen machen und Oskar spielte gegen den auch in Wesel bekannten Wolfgang Grube eine sehr ansprechende Partie. Uli und Mirko standen für meine Begriffe etwas schlechter, aber durchaus solide, und bei mir sah es sehr ausgeglichen aus. So bot ich nach 20 Zügen Remis an, was jedoch mit Verweis auf den Spielstand an den übrigen Brettern abgelehnt wurde. Ich war wohl etwas zu sorglos und driftete danach langsam in ein etwas schlechteres Endspiel ab.

Die ersten Entscheidungen fielen an den Spitzenbrettern. Martin und Jan setzten sich mit schönen Kombinationen nach 3 1/2 Stunden Spielzeit durch. Besonders Martins Kombination ist echt sehenswert und wird das Rätsel des Monats für April. Kurz darauf zwei Zeitnotdramen. Oskar kombinierte seinen Gegner aus und sorgte für das 3:0, Christoph hatte weniger Glück, geriet in einen Gegenangriff und musste die Waffen strecken. Mit 3:1 ging es in die fünfte Stunde, aber es sah nicht mehr so gut aus. Mirko hatte eine Qualität weniger und nur noch vage Hoffnungen, ich hatte ebenfalls einen Bauern verloren und Krzysztof stand trotz seiner 3 Bauern gegen eine Figur auf Verlust. Auch Uli hatte ein etwas schlechteres Springerendspiel auf dem Brett, da musste man sich schon fragen, woher der Punkt für das Unentschieden noch kommen sollte. An einen Sieg war kaum noch zu denken.

Uli konnte sein Springerendspiel dann zumindest halten, Mirko und Krzysztof mussten sich jedoch geschlagen geben und beim Stand von 3,5:3,5 hatte ich die letzte Partie. Leider aber keine gute Stellung, da ich notgedrungen für aktives Gegenspiel einen zweiten Bauern ins Geschäft gesteckt hatte. Beide Parteien hatten noch Läufer und Springer, mein Gegner zusätzlich noch 2 Bauern auf der h- und f-Linie. Meine Gegenchancen fussten auf einer aktiven Königsstellung und erneut einsetzender Zeitnot, seine Chancen beruhten auf der Gleichfarbigkeit der Läufer und dem "richtigen" Randbauern. Als beide Seiten in den Blitzmodus wechseln mussten hatte ich das Glück, mit einer kleinen Kombination einen Bauern eliminieren zu können und in ein technisches Remis mit Springer gegen Läufer und Randbauern abwickeln zu können. Also wenigstens noch ein Mannschaftsremis gerettet.

Gerresheim und PSV Duisburg schlachteten ihre jeweiligen Gegner locker ab, so dass sich das Thema Aufstieg für uns eine Runde vor Schluss endgültig erledigt hat.

(td)

25.02.18 (Runde 7): SF Vonkeln - SV Wesel 3:5

Mannschaftskämpfe im Winter in Vonkeln waren schon immer speziell. Der diesjährige hat trotz sportlicher Bedeutungslosigkeit das Zeug zur Legende und mein persönlicher Held ist Avdi Rama. Ich habe es in fast 40 Jahren Turnierschach noch nie erlebt, dass ein Mannschaftskampf am Rande des Abbruchs stand, dieses Mal wäre es fast soweit gekommen.

Der Reihe nach:

Die Anfahrt war wie immer ein Abenteuer. Dieter beherzigte die Warnung des gegnerischen Mannschaftsführers und ließ sein Auto am Rande des Zufahrtswegs stehen. Beim anschließenden Weg zum Spielort stürzte Avdi auf dem völlig vereisten Feldweg. Keine Kleinigkeit für einen über 70-jährigen, aber er biss die Zähne zusammen und hielt durch. Ich fuhr mit dem Auto bis zur Hütte und kassierte dabei ein paar Kratzer am Unterboden, dafür gab es keine weiteren Verletzten. Um es mal ganz klar zu sagen: Jedes andere Sportereignis wäre im Vorfeld wegen Unbefahrbarkeit der Zufahrtswege abgesagt worden. Zumal auch der Fußweg zum außerhalb liegenden Toilettenhäuschen gefährlich vereist und nur unzureichend gestreut war.

Bei der Begrüßung erwähnten wir den Sturz, traten aber ohne weitere Diskussion an. Beim nächsten derartigen Vorfall werde ich die Reissleine ziehen und abbrechen. Falls wir dort überhaupt noch einmal antreten, das müssen wir intern nochmal beraten, wenn wir ein wenig Abstand zu diesem Wettkampf haben.

Wir waren mit einer stark ersatzgeschwächten Mannschaft angereist und rechneten uns nicht viel aus. Den Aufstieg hatten wir eh abgeschrieben und die Stimmung war entspannt. Oskar war gerade zurück aus Afrika und noch halb im Urlaubsmodus, Mirko und Erwin hatten kaum geschlafen.

Dann lief es jedoch sehr gut. Erwin, Reinhard und Dieter spielten tolle Angriffspartien und sorgten für eine komfortable 3:0-Führung. Bereits zu diesem Zeitpunkt fielen die ersten bösen Worte, weil Avdi angeblich zu laut war. Besonders der gegnerische Spitzenspieler trug einiges dazu bei, die Atmosphäre zu vergiften, bekam aber von Reinhard und mir Kontra. Avdi hatte Schmerzen!

Die übrigen Partien gingen in die fünfte Stunde. Christian, Avdi und ich standen schlecht, Mirkos Endspiel war unklar und Oskar hatte einen soliden Mehrbauern im Turmendspiel. Christian konnte sich dann mit etwas Glück ins Remis retten, Mirko fand eine 7-zügige Remiskombination. Also 4:1 und Oskar spielte in einem Turmendspiel mit 2 Bauern gegen einen nur noch um Sieg oder Remis. Da spielten meine Verluststellung und das Drama an Avdis Brett keine Rolle mehr.

Avdis Gegner geriet zum zweiten Mal in fürchterliche Zeitnot, stand aber besser. Avdi bekam es in der Aufregung nicht mehr hin, seine Züge ordentlich aufzuschreiben. Dafür gab es nach einigen lautstarken Reklamationen des gegnerischen Spielführeres eine Zeitgutschrift von 2 Minuten für den Gegner. Nicht nett, aber regelkonform. Ich übergab das Amt des Mannschaftskapitäns wegen meiner noch laufenden Partie an Dieter, der allein mit seiner Präsenz dafür sorgte, dass es an Brett 8 ordentlich zu Ende ging. Über weitere böse Worte und ein nebenan umherfliegendes Schachbrett will ich hier lieber den Mantel des Schweigens breiten. Ich habe die Turbulenzen auch nur am Rande mitbekommen.

Sportlich fiel die Entscheidung unspektakulär. Ich musste nach 61. Zügen aufgeben und Oskar gewann kurz danach die entscheidende Partie zum 5:2.

Das Drama am 8. Brett dauerte am längsten. Avdis Gegner schaffte es schließlich, mit nur noch 10 Sekunden auf der Uhr mattzusetzen. Ein würdiger Schlusspunkt hinter einem turbulenten Mannschaftskampf. Die beiden Spieler hatten überhaupt kein Problem damit, sich nach der Partie die Hand zu geben und respektvoll miteinander umzugehen. Andere diskutierten derweil die Frage nach dem unsportlichsten Spieler des Tages.

Ich bin heute stolz auf meine Mannschaft, die sich in einem schwierigen Umfeld toll behauptet hat.

(td)

04.02.18 (Runde 6): SV Wesel - PSV Duisburg 3,5:4,5

Gegen Duisburg fehlten mit Martin, Thomas, Reinhard und Christoph von vorneherein mehrere Stammspieler, dann fiel auch Christian noch kurzfristg aus, so dass es schien, als ob wir mal wieder zu siebt antreten müssten.

Daraufhin sprang Reinhard kurzentschlossen ein, obwohl er nur bis 13 Uhr Zeit hatte und daher sehr schnell spielen musste. Das klappte wunderbar, um kurz nach 12 hatte er bereits gewonnen.

Dieter gewann kurz darauf ebenfalls, Jan nahm ein Remisangebot an, also 2,5:0,5. Der Start war gelungen, danach kam  aber leider nicht mehr viel.

Mirko und Oskar waren nicht so gut ins Spiel gekommen und verloren ihre Partien. Uli hatte einen schlechten Läufer plus Turm gegen Turm und Springer, konnte jedoch nach einigen ungenauen Zügen des Gegners trotzdem gewinnen. Olav wurde von seinem starken Gegner im Endspiel bezwungen. Es stand 3,5:3,5 und nur noch Ingo spielte.

Ein 4:4 hätte der Mannschaft wenig genützt und Ingo hatte die minimal aktivere Stellung. Er wollte in der verkeilten, objektiv bestimmt ausgeglichen Position eigentlich lieber Remis machen, spielte aber nach Rücksprache mit Mirko weiter. Irgendwann stand er auch besser, ließ dann aber die Gelegenheit zur Abwicklung in ein mindestens unverlierbares Endspiel mit Mehrbauern in Form eines gedeckten Freibauern aus. Stattdessen drangen die gegnerischen Schwerfiguren kurz darauf in seine Stellung ein und Ingo musste bald aufgeben. Sehr schade.

Das war's dann wohl mit dem Aufstieg diese Saison. :-/

(td nach Angaben von ob und rm)

Verbandsklasse Niederrhein, Gruppe 3

03.06.18 Düsseldorfer SV II - SV Wesel II 5:3

Klassenerhalt geschafft

Im letzten Kampf der Saison benötigte die zweite Mannschaft ein Unentschieden, um ganz sicher in der Verbandsklasse bleiben zu können. Letztlich wurde der Klassenerhalt trotz der 3:5 Niederlage gesichert, da sowohl Rheinhausen, das jetzt absteigt, als auch Turm Kleve II, gegen die der Tabellenletzte Ratingen IV sein einziges Erfolgserlebnis feierte, ihre Spiel verloren. 

Aber nun zum Wettkampf selbst. Gegen die in Bestbesetzung angetretenen Düsseldorfer hatten wir heute keine Chance. Bei uns fehlten Erwin und Bert, dafür sprangen Avdi und Helmut ein. Als ich um 12.00 Uhr das erste Mal bewusst meine komplette Runde machte, standen 6 Bretter bereits schlechter bzw. unter Druck; nur Manuels Stellung gefiel mir mit seiner Turmverdoppelung und Krzysztof hatte wohl Ausgleich, obwohl die Stellung optisch nicht so toll aussah. Ich hatte eine schwierige Situation zu meistern, dann gelang es mir, den Angriff zurückzuschlagen und eine leicht bessere Stellung zu erlangen. Es entstand ein Mittelspiel, das nach doppelten Turmtausch jeweils Dame, Läufer und Springer über ließ. Manuel machte als erster remis, als er einen Bauerngewinn nicht verteidigen konnte und die Türme vom Brett verschwunden waren. Helmut hatte in der Eröffnung mit Schwarz einen Bauern verloren und musste im Turmendspiel beim 2. entschiedenen Spiel aufgeben. Dann verlor Niklas, der im Mittelspiel eine Figur verloren hatte. Der Gegner ließ den Rückgewinn zwar zu, hatte dafür aber ein verbundenes Freibauernpaar. Keine Chance. Niklas erzählte auf der Rückfahrt, dass er ein Remisangebot abgelehnt hatte, da er sah, wie schlecht es um die Mannschaft bestellt war. Die nächste Entscheidung fiel an Brett 3, wo Ingo in leicht schlechterer, aber geschlossener Stellung keine Gewinnchancen hatte. Avdi hatte an Brett 7 nichts aus der Eröffnung mit Weiß erreicht, bekam einen isolierten Doppelbauern auf der F-Linie und geriet mächtig unter Druck. Das Ende bekam ich nicht richtig mit, aber es endete mit einer Niederlage.

Beim Stande von 4,5 zu 1,5 quälte sich Mattias in einem Turmendspiel mit einem Minusbauern. Ich konnte meine Stellung nun Zug um Zug verbessern und mein Kontrahent, der für den Angriff schon recht viel Zeit verbraucht hatte, musste länger überlegen. Ich drückte mit 2 Bauern auf dem Damenflügel, als dem Düsseldorfer ein Fehler unterlief, der nach dem Damentausch direkt einen Bauern kostete. Als seine Zeitnot überwunden war, drohte mein König auf der g-Linie in die gegnerische Stellung einzudringen. Dies konnte der Läufer zwar verhindern, ermöglichte aber eine Springergabel mit erneutem Bauerngewinn. Die technische Gewinnführung mit je einem Freibauern auf der h- und a-Linie ließ er sich nicht mehr zeigen. Wir  fuhren dann nach Hause, da wir bereits erkannt hatten, dass der Klassenerhalt gesichert war, da die Niederlage von Reinhausen bereits bekannt war. Matthias konnte nach überstandener Zeitnot das Turmendspiel dann noch zum 3:5 Endstand remis halten.

 

Trotz der letzten Niederlagen war es eine recht überzeugende Saison, die mit dem 7. Platz beendet wurde. Auch die zweite Mannschaft hatte Sorgen mit der Gestellung von Ersatzleuten und setzte 7 Spieler ein, die insgesamt knapp 50 % holten. Besonderer Dank in der letzten Runde geht an Helmut Brehme, der trotz seines 57. Hochzeitstages eingesprungen wäre (er hatte sich den 10.6. zuerst freigehalten) und heute leider verlor, und Krzysztof, der sich mit seinem Arbeitgeber auseinandersetzen musste, um heute spielen zu können.

 

In Erinnerung wird unser Sieg gegen die Schachfüchse aus Kempen bleiben, die nach dem Remis in der letzten Runde gegen DSK III als Aufsteiger feststehen. Von hier aus herzlichen Glückwunsch nach Kempen. Unser Mitgefühl gilt Ratingen und Duisburg, die in die Bezirksligen absteigen müssen.

(ud)

13.05.18 (Runde 8): SV Wesel II - Düsseldorfer SK III 3,5:4,5

Sehr knappe Niederlage gegen DSK III!

Mit Manuel und Erwin fehlten uns zwei starke Spieler. Dankenswerterweise sprangen Markus und Avdi ein. Wie in den vergangenen Spielen auch, hatte auch Düsseldorf nicht die beste Besetzung ans Brett gebracht. Markus hatte einen noch sehr jungen Spieler als Gegner und gewann sicher, nachdem er Material erobert hatte. Das zweite Ergebnis lieferte Bert, der mit Huzenbeth (DWZ 1945) einen sehr starken und auch in der Saison bereits recht erfolgreichen Gegner hatte. Da er seiner Meinung nach auch schlecht gespielt hatte, unterlag er nach ca. 2,5 Stunden. Dann brachte uns Niklas wieder in Führung. Kurios war, dass sein Gegner durch ein Abzugsschach vermeintlich die Qualität gewinnen konnte. Allerdings konnte eben dieser Turm den Läufer einfach schlagen und damit aus der Schlaglinie gehen.

Zu diesem Zeitpunkt sah es noch recht gut aus. Ich hatte mit Schwarz gegen Reinartz (DWZ 2035) eine ausgeglichene Stellung. Mein Remisangebot lehnte er nach einem Rundgang allerdings ab. Zu diesem Zeitpunkt standen vor allem Ingo und Krzysztof recht gut. Auch Matthias hatte eine komfortable Stellung, leider aber auch früh wieder Zeitnot. Nur Avdi hatte eine offene Königsstellung und bereits 2 Bauern verloren. Diese Partie endete auch als nächstes mit dem Ausgleich. Ich hatte in dem zwischenzeitlich entstandenen Turmendsiel noch sorgfältig zu spielen, denn Reinartz hatte deutlich mehr Raum. Bei meinem nächsten Rundgang sah ich, dass Matthias eine Figur verlor und in den nächsten Zügen aufgeben musste. Daraufhin bot mir mein Kontrahent remis an, was ich bei der Stellung auch annehmen musste, denn Gewinnchancen hatte ich nicht mehr.

Als nächstes endete auch die Partie an Brett 4 mit remis. Leider muss ich sagen, denn die Analyse zeigte, dass Krzysztof sehr gute Gewinnchancen im T und L gegen T und S – Endspiel hatte. Beim Stande von 4:3 gegen uns spielte nur noch Ingo. Er hatte vorübergehend einen schweren Stand gegen eingedrungene Schwerfiguren. Er konnte diese abtauschen und dann mit D und S gegen D und L remis halten. Ob da noch etwas drin war konnte ich schwer abschätzen. Dem gedeckten Freibauern von Ingo standen gefährliche Mattdrohungen auf der Diagonale h1-a8 durch Dame und Läufer gegenüber. Am Ende war wahrscheinlich sogar ein Mannschaftspunkt drin. Auf der anderen Seite hatte Niklas doch recht glücklich gewonnen. Bis dahin standen bei ihm nur alle Schwerfiguren und ungleiche Läufer auf dem Brett.

Leider sind wir immer noch nicht ganz sicher, da es ein seltsames Ergebnis von Velbert gegen DSV 2 gab mit 7 Remisen und einer kampflosen Niederlage.

(ud)

25.03.18 (Runde 7): OSC Rheinhausen II - SV Wesel II 5:3

Im vorgezogenen Auswärtsspiel bezog die 2. Mannschaft ihre 3. Niederlage. Das 3 zu 5 war recht unglücklich. Die Hinfahrt bot bereits Hindernisse wegen einer Straßensperrung auf Grund eines Wasserrohrbruchs.

Bei der Mannschaftsaufstellung freute ich mich über den prominenten Gegner Sven Pröttel an Brett 1, der bis dahin noch überhaupt nicht eingesetzt worden war. Unglücklich für uns: Auch an Brett 2 hatte sich der OSC sehr stark aufgestellt und den ebenfalls erstmalig in der 2. Mannschaft spielenden Heiko Schanzenbach (DWZ 2052) gebracht. Die sonst spielenden Bretter 1 und 3 beim OSC fehlten ebenso wie bei uns Ingo und Krzysztof. Wir waren mit Avdi und Markus immerhin komplett. Dann lief es allerdings schlecht. Manuel lief in eine Eröffnungsfalle und verlor sehr früh eine Figur für einen Bauern. Die erste Entscheidung fiel an Brett 4, wo Niklas Gegner ein Dauerschach hatte. Ich spielte für mein Gefühl eine gute Partie und bekam ein reines Damenendspiel mit völlig gleichstehenden Bauern und 2 offenen Linien. Ich spielte die Position zu passiv und Sven kam mit seiner Dame in meine Stellung. Er zeigte seine Klasse, entwickelte eine Gewinnidee und gewann erst einen Bauern und dann die Partie.

Nach diesem Rückstand legte leider Erwin nach und verlor eine bis dahin recht ansehnliche Stellung, als er einen Turm opferte und keine Kompensation bekam. Schlecht lief es dann auch für Avdi, der in einer viel besseren Position einen Turm einpatzte und dann in ein Mittelspiel mit Turm und 2 Läufern gegen Dame und Springer erhielt. Bert hatte als Weißer nach einer Skandinavischen Eröffnung einen Freibauern auf der d-Linie erhalten. Leider konnte er diesen nicht nutzen. Sein Läufer deckte den Bauern, aber der feindliche Springer blockierte den Bauern. Da sonst nur noch Schwerfiguren auf dem Brett waren, blieb es beim Remis. Als nächstes machte dann Matthias remis, der ein Turmendspiel mit 2 gegen einen Bauern nicht gewinnen konnte.

Den einzigen Sieg des Tages holte Markus an Brett 8. Er holte sich zuerst einen Freibauern, den sein Kontrahent gegen seinen Turm tauschen musste. Die Freude währte nur kurz, denn auch sein Gegner drohte einen Freibauern durchzudrücken und sein Turm musste sich ebenfalls opfern. Das entstandene Springerendspiel mit 2 Mehrbauern wickelte Markus dann souverän ab. Avdi bekam dann ein Remis, was er unwillig annehmen musste wegen mehrmaliger Stellungswiederholung. Nach Tausch eines Läufers gegen einen Springer war eine total geschlossene Stellung entstanden. Er hatte auf die Zeitnot seines Gegners spekuliert.

Beim Stande von 4:3 für den OSC spielte dann nur noch Manuel, der tapfer bis zuletzt kämpfte. Leider erwies sich die Mehrfigur als zu stark, so dass auch er die Segel zum 3:5 Endstand streichen musste.

(ud)

18.02.18 (Runde 6): SV Wesel II - Turm Kleve II 6:2

Gegen die ersatzgeschwächte Klever 2. Garnitur gewannen wir überraschend hoch mit 6:2. Es fehlten 4 Stammspieler (Nominale Bretter 2,3,5 und 7, davon 3 1800 er; dafür brachten sie aber an Brett 1 ihren Holländer, der bis dahin noch gar nicht gespielt hatte und immerhin 1972 DWZ aufwies.

Es lief aber zuerst richtig gut für uns, denn nach ca. 2 Stunden brachte uns Erwin überraschend in Führung. Überraschend, weil er ohne besonderen Vorteil mit Weiß aus der Eröffnung herausgekommen war. Um einen Bauernverlust zu vermeiden, manövrierte sich sein Gegner in eine Stellung, die eine Bauerngabel mit Figurengewinn zuließ, wonach er sofort aufgab. Niklas hatte mit einer taktischen Falle eine Figur erbeutet, dafür hatte seine Gegnerin 3 Bauern erhalten. Niklas wickelte die Stellung im Turmendspiel mit seinem Mehrläufer dann geschickt zum Sieg ab. Zu diesem Zeitpunkt (ca. 2  Stunden und 45 Minuten) hatten mein Gegner und ich erst 14 Züge absolviert wobei mir noch fast eine Stunde Zeit zur Verfügung stand. Ich nutzte die Gelegenheit, als ich nach einigen guten Zügen ganz ordentlich stand, einfach remis anzubieten, was der Spieler annahm. Fritz zeigte eine ausgeglichene Stellung (-0,07). Insgesamt standen alle Weseler günstig. Vor allem Krzysztof hatte an Brett 6 deutlichen Raumvorteil und stand viel besser. Manuel hatte Druck auf dem Damenflügel, Bert hatte einen Königsangriff aufgebaut und Ingo und Matthias standen ordentlich bis gut. Bis zur nächste Entscheidung dauerte es etwas. Dann machte Matthias remis, weil er wenig Zeit hatte und die Stellung auch sehr ausgeglichen aussah. Leider musste Bert dann aufgeben. er hatte die Stellung überzogen und Material gegeben; sein Angriff ging aber ins Leere. Beim Stade von 3:2 setzte sich Krzysztof durch. Er hatte eine Qualität gewonnen und das Endspiel mit einer kleinen Finesse dann doch schnell für sich entschieden. Manuel konnte dann den Druck weiter erhöhen, was letztlich zu Materialvorteil führte . Nach einem vorübergehenden Qualitätsopfer mit anschließendem Rückgewinn blieb Manuel mit einer Figur mehr übrig, was den Klever zur Aufgabe veranlasste. Ingo konnte nun ein Endspiel mit zunächst Turm und Läufer gegen Turm und Springer bei 2 Mehrbauern, dann ohne die getauschten Türme ohne Druck sicher verwerten.

Mit 7:5 Punkten ist ein Abstieg so gut wie vermieden. Außerdem haben wir weiterhin schlagbare Mannschaften vor uns, die bei dieser Mannschaftsleistung uns sicher noch weitere Punkte bringen. Das nächste Ziel sind 50 % der möglichen Mannschaftspunkte, was in der nächsten Runde am 25.3.18 auswärts gegen Rheinhausen schon möglich ist.

(ud)

Bezirksliga

11.03.18 (Runde 6): SV Wesel III - SK Xanten I 2,5:5,5

Die Dritte kassierte gegen Xanten die vierte Niederlage in Folge. Helmut Brehme und Sarah Höpken konnten ihre Partien gewinnen, Michael Wilke erreichte ein Remis.

(td)

Bezirksklasse

25.02.18 (Runde 5): SV Wesel IV - SC Caissa Moers 7:1

Nach kurzer Zeit  sah es sehr gut aus für die Mannschaft. Jakob gewann kampflos. Auch Rolf gewann und Tristan überraschte nach langer Spielpause mit seinem Sieg. Dann musste sich Max leider geschlagen geben. Sarah bot in der Zwischenzeit remis, doch der Gegner wollte weiter spielen. Kurz darauf gewannen Arne und Josef.  

Zwischenstand 5 zu 1, Mannschaftssieg sicher!

Nach mehreren Zügen, in denen nichts passierte, bot Sarah erneut remis an, doch der Gegner nahm nicht an....und patzte. Sarah gewann. Auch Armins Gegner wollte sich nicht auf ein Remis einlassen. Zum Schluss konnte sich auch Armin durchsetzen.

Endstand 7 zu 1.

(sh)

Viererpokal

15.10.17 (Runde 1): SF Moers - SV Wesel 4:0

Zum dritten Mal hintereinander haben wir nun in der ersten Runde des Viererpokals in Moers verloren; dieses Mal aber leider sehr deutlich mit 0:4.

Niklas Partie ging als erstes zu Ende. Er hatte gegen Stefan Kirchner ein ausgeglichenes Bauernendspiel auf dem Brett, das er jedoch nicht sorgsam berechnete, es für verloren hielt und seinem Gegner einen Freibauern und damit den Sieg schenkte.

Markus wurde nach und nach in einer verschachtelten Stellung von Richard Zahn überspielt, während Josef gegen dessen Sohn Fabian Zahn eine wilde Stellung mit beiderseitigen Chancen erreichen konnte. In der Hitze des Gefechts übersah er jedoch eine Feinheit und musste sich ebenfalls geschlagen geben.

Oskar fand gegen Iurij Vasiljev im Mittelspiel kein rechtes Durchkommen und wurde beim Übergang ins Endspiel und in dessen Verlauf langsam stärker unter Druck gesetzt und musste einen Bauern geben. Dieser Minusbauer besiegelte im Springerendspiel bereits die Niederlage.

(ob)

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